Religion

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Gesetzeslage zur Religionsfreiheit und deren faktische Anwendung

Die Römisch-Katholische Kirche ist im Fürstentum Monaco Staatskirche.[1] Laut Verfassung sind alle Monegassen vor dem Gesetz gleich, ohne individuelle Privilegien.[2]

Artikel 23 der Verfassung garantiert allen Personen, auch Nicht-Staatsbürgern, „Religions- und Kultusfreiheit sowie die Meinungsfreiheit in allen Angelegenheiten [. . .] Die Verfolgung von bei der Ausübung dieser Freiheiten begangenen Straftaten bleibt davon unberührt.“ Niemand darf ferner gezwungen werden, „an den Aktivitäten und Zeremonien einer Religion teilzunehmen oder ihre Ruhetage einzuhalten“.[3]

Im Berichtszeitraum gab es keine relevanten institutionellen Veränderungen. Der römische Katholizismus ist zwar Staatsreligion, die Regierung erkennt jedoch alle abrahamitischen Religionen, also das Christentum, Judentum und den Islam gleichermassen an. Neben mehreren katholischen Kirchen gibt es in Monaco zwei protestantische Kirchen, eine griechisch-orthodoxe Kirche und eine Synagoge. Es gibt keine Moscheen; nach Angaben des Aussenministeriums nutzen aber einige muslimische Einwohner private Gebetsräume in ihren Häusern zum Gottesdienst.[4]

Vorkommnisse

Seit 2016 wurden keine nennenswerten Vorfälle im Zusammenhang mit der Religionsfreiheit gemeldet. Am 9. Juni 2017 wurde allerdings Pater Jean-Christophe Genson in der Sakristei der Kirche Sainte-Dévote von einem aufgebrachten Mann angegriffen, der Antworten auf Fragen über den Vatikan verlangte. Der Angreifer wurde in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses gebracht.[5] Weitere Vorfälle gegen Christen oder Angehörige von Minderheitenreligionen gab es im Berichtszeitraum nicht.

Perspektiven für die Religionsfreiheit

Es gibt keinerlei Berichte über religiöse Minderheiten oder Anzeichen von Problemen im Zusammenhang mit der Religionsfreiheit. Daher ist in naher Zukunft nicht mit wesentlichen Veränderungen zu rechnen.

„Der römische Katholizismus ist zwar Staatsreligion, die Regierung erkennt jedoch alle abrahamitischen Religionen, also das Christentum, Judentum und den Islam gleichermassen an.“

Endnoten / Quellen

[1]  Monegassische Verfassung von 1962 mit Änderungen bis 2002, Artikel 9, projectconstitute.org, https://www.constituteproject.org/constitution/Monaco_2002.pdf?lang=en, (abgerufen am 1. Februar 2018)

[2] constituteproject.org, Artikel 17 ebd.

[3] Artikel 23 ebd.

[4] Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor des US-Aussenministeriums, „Monaco“, Internationaler Bericht zur Religionsfreiheit von 2016, https://www.state.gov/j/drl/rls/irf/religiousfreedom/index.htm#wrapper  (abgerufen am 1. Februar 2018).

[5] S. Noachovitch, „Un homme hospitalisé en psychiatrie après avoir giflé un prêtre“, Monaco Hebdo, 21. Juni 2017, http://www.monacohebdo.mc/21502-homme-hospitalise-psychiatrie-apres-gifle-pretre, (abgerufen am 1. Februar 2018)

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