Religion

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163.820 Km2Fläche

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Gesetzeslage zur Religionsfreiheit und deren faktische Anwendung

In der Präambel der Verfassung [1] anerkennt das Volk von Suriname, aufgrund der Liebe für sein Land und des Glaubens an die „Kraft des Allmächtigen“, es als seine „Pflicht, die Prinzipien der Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie sowie die Rechte und Grundfreiheiten des Menschen zu ehren und zu schützen“.

In Artikel 8 der Verfassung wird festgelegt, dass niemand aufgrund von Geburt, Geschlecht, Rasse, Sprache, Religion, Bildung, politischer Gesinnung, wirtschaftlicher Position oder eines anderen Status diskriminiert werden darf.

Jeder Mensch besitzt laut der Verfassung das Recht auf persönliche Freiheit, Religionsfreiheit und Lebensphilosophie, auf friedliche Vereinigung und Versammlung und auf den Schutz der moralischen Integrität in den Bereichen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit und Gesundheit wie im Gesetz festgeschrieben.

Sollten Rechte und Freiheiten verletzt werden, so hat laut Artikel 10 jeder das Recht darauf, eine Beschwerde bei einem unabhängigen und unparteiischen Richter einzureichen.

Die Rechte von Arbeitnehmern werden in Artikel 28 geschützt; so dürfen Arbeitnehmer nicht aufgrund von Alter, Geschlecht, Rasse, Nationalität, Religion oder politischer Gesinnung diskriminiert werden.

Das Recht auf Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist durch Artikel 180 anerkannt.

Religionsgemeinschaften müssen sich beim Innenministerium registrieren lassen, wenn sie von finanzieller Unterstützung durch die Regierung profitieren möchten. Für die Registrierung müssen sie Kontaktinformationen, die Geschichte bzw. Organisationsstruktur der Gemeinschaft und die Adresse ihrer Gebetsstätte vorlegen. Weiterhin können sie finanzielle Unterstützung von der Regierung fordern, um die Gehälter ihrer Geistlichen oder Projekte „moralischer Art“ zu finanzieren.[2]

Religionsunterricht ist an öffentlichen Schulen verboten. Die Regierung bezuschusst die Lehrergehälter und leistet regelmässige finanzielle Zuwendungen, mit denen die Instandhaltungskosten von Schulen gedeckt werden können, die von verschiedenen Religionsgemeinschaften betrieben werden.[3]

Das Strafgesetz bestraft jeden, der öffentlich, auf welche Art auch immer, zu Diskriminierung aufgrund von Religion oder Glauben anstachelt.[4]

Karfreitag, Ostern, Diwali (mehrtägiges hinduistisches Lichterfest) und Weihnachten gehören zu den nationalen Feiertagen.[5]

Vorkommnisse

Laut Informationen von Regierungsquellen, Kirchen und den lokalen Medien gab es keinerlei Hinweise auf Diskriminierung oder Verfolgung aufgrund von Religion.

Perspektiven für die Religionsfreiheit

Die Aussichten für die Religionsfreiheit in Suriname sind positiv. Im untersuchten Zeitraum gab es keinerlei Ereignisse von Intoleranz, was darauf schliessen lässt, dass sich die Situation der Religionsfreiheit seit 2016 nicht verändert hat.

„Das Strafgesetz bestraft jeden, der öffentlich, auf welche Art auch immer, zu Diskriminierung aufgrund von Religion oder Glauben anstachelt.“

Endnoten / Quellen

[1] Alle zitierten Artikel stammen aus Suriname’s Constitution of 1987 with Amendments through 1992, constituteproject.org, https://www.constituteproject.org/constitution/Surinam_1992.pdf?lang=en, (besucht am  6. März 2018).

[2] Bureau of Democracy, Human Rights and Labor, “Suriname”, International Religious Freedom Report for 2016, US State Department, https://www.state.gov/j/drl/rls/irf/religiousfreedom/index.htm#wrapper, (besucht am  6. März 2018).

[3] Ibid.

[4] Ibid.

[5] “Días Festivos Surinam 2018”, El calendario con los días festivos de todo el mundo, https://dias-festivos.eu/dias-festivos/surinam/2018/, (besucht am 12.März 2018).

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