Religion

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homekeyboard_arrow_rightSt. Lucia

Gesetzeslage zur Religionsfreiheit und deren faktische Anwendung

In der Präambel zur Verfassung [1] von St. Lucia bekräftigt das Volk seinen Glauben an Gott, den Allmächtigen, und den Glauben daran, dass jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen und mit unveräusserlichen Rechten und einer unveräusserlichen Würde ausgestattet ist. Es wird anerkannt, dass die Ausübung dieser Rechte an grundlegende Freiheiten geknüpft ist, etwa an die Freiheit der Person, die Gedankenfreiheit, die Meinungsfreiheit, die Redefreiheit, die Gewissensfreiheit und die Vereinigungsfreiheit. Laut der Verfassung bezieht die Achtung der Menschenwürde auch die Achtung geistlicher Werte ein.

Gemäss der Verfassung geniesst jede Person unabhängig von ihrer ethnischen oder geografischen Herkunft, ihren politischen Ansichten, ihrer Hautfarbe, ihrem Glauben oder ihrem Geschlecht bestimmte Grundrechte und Grundfreiheiten, soweit die Rechte und Freiheiten anderer Personen und das öffentliche Interesse dadurch nicht beeinträchtigt werden. Die Verfassung sichert allen Bürgern die Freiheit der Person, die Gleichbehandlung vor dem Gesetz, die Gewissensfreiheit, die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit und die Vereinigungsfreiheit zu.

Jede Person hat zudem das Recht, den Militärdienst aus Gewissensgründen zu verweigern.

Keine Person darf an der Ausübung ihrer Gewissens-, Gedanken- und Glaubensfreiheit gehindert werden. Jede Person hat das Recht, ihre Religionszugehörigkeit oder den Glauben zu wechseln und entweder als Einzelperson oder in Gemeinschaft mit anderen durch Gottesdienste, Religionsunterricht und das Befolgen religiöser Regeln den Glauben öffentlich oder privat zu bekennen und auszuüben.

Sofern sie selbst (oder im Falle von Minderjährigen unter 18 Jahren die Eltern bzw. der Vormund) nicht die Zustimmung erteilt, darf keine Person, die eine Schule besucht, eine Haftstrafe verbüsst oder im Militär dient, verpflichtet werden, am Religionsunterricht oder an der religiösen Feier einer Glaubensrichtung teilzunehmen, der sie nicht angehört.

Jede Glaubensgemeinschaft hat das Recht, auf eigene Kosten Ausbildungsstätten zu errichten und zu betreiben. Unabhängig davon, ob sie staatliche Subventionen erhalten oder nicht, haben sie des Weiteren das Recht, ihren Gläubigen Religionsunterricht zu erteilen.

Niemand darf gezwungen oder genötigt werden, einen Eid abzulegen, der seiner Religion oder seinem Glauben widerspricht.

Darüber hinaus darf niemand durch eine andere Person oder durch eine Behörde diskriminiert werden. Unter Diskriminierung versteht die Verfassung eine vollständige oder teilweise Ungleich- oder Sonderbehandlung einer Person aufgrund ihres Geschlechts, ihrer ethnischen oder geografischen Herkunft, ihrer politischen Meinung oder Zugehörigkeit, ihrer Hautfarbe oder ihres Glaubens.

Geistliche können nicht in den Senat (das Oberhaus) oder in das House of Assembly (das Unterhaus) gewählt werden.

 

Vorkommnisse

Nach Informationen der Regierung, der Kirchen und der örtlichen Medien liegen keine Berichte über intolerantes Verhalten, Diskriminierung oder Verfolgung aufgrund der Religionszugehörigkeit vor.

Perspektiven für die Religionsfreiheit

Ähnlich wie im vorigen Berichtszeitraum gab es in den Jahren 2016 bis 2018 keine nennenswerten Zwischenfälle. Da die Lage unverändert blieb, ist in absehbarer Zeit nicht mit einer Verschlechterung der Lage der Religionsfreiheit zu rechnen.

„Jede Person hat das Recht, ihre Religionszugehörigkeit oder den Glauben zu wechseln und entweder als Einzelperson oder in Gemeinschaft mit anderen durch Gottesdienste, Religionsunterricht und das Befolgen religiöser Regeln den Glauben öffentlich oder privat zu bekennen und auszuüben.“

Endnoten / Quellen

[1] Verfassung von St. Lucia (Chapter 1:01), englische Fassung, Regierung von St. Lucia, http://www.govt.lc/media.govt.lc/www/resources/legislation/ConstitutionOfSaintLucia.pdf (abgerufen am 3. März 2018).

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KIRCHE IN NOT (ACN) ist ein internationales katholisches Hilfswerk, das direkt dem Heiligen Stuhl untersteht. Es wurde 1947 gegründet. Es unterstützt pro Jahr über 6000 pastorale Projekte in über 140 Ländern pro Jahr. Durch die drei Säulen – Information, Gebet, Handeln – hilft KIRCHE IN NOT Christen, wo sie verfolgt, unterdrückt werden oder in Not sind.