Religion

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homekeyboard_arrow_rightSt. Kitts und Nevis

Gesetzeslage zur Religionsfreiheit und deren faktische Anwendung

Die Präambel zur Verfassung [1] besagt, dass die Nation auf der Grundlage des Glaubens an einen allmächtigen Gott gegründet wurde.

Die Verfassung besagt ausserdem, dass jedem Menschen Grundrechte und -freiheiten zustehen, unabhängig von seiner Rasse, Herkunft, politischen Meinung, Hautfarbe, seinem Glauben oder seinem Geschlecht, wie zum Beispiel die Gewissens-, Meinungs- und Vereinigungsfreiheit. [2] Auch das Recht auf Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen wird anerkannt.

Niemandem darf das Recht auf Gewissensfreiheit abgesprochen werden; dies umfasst auch das Recht auf Gedanken- und Religionsfreiheit sowie das Recht, seine Religion oder seinen Glauben zu ändern oder diesen durch Gottesdienst, Lehre, Praxis und Einhaltung religiöser Riten, allein oder in Gemeinschaft, öffentlich oder privat, zu bekunden.

Jede Religionsgemeinschaft hat das Recht, eigene Bildungsstätten auf eigene Kosten einzurichten und zu betreiben.

Niemand darf dazu genötigt oder gezwungen werden, einen Eid abzulegen, der seinem oder ihrem Glauben oder seiner oder ihrer Religion entgegensteht.

Vorkommnisse

Im Berichtszeitraum wurden keine Verstösse gegen die Religionsfreiheit gemeldet. Das Verhältnis zwischen Kirchen und Staat hat sich durch die enge Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Folgen des Hurrikans Irma verbessert. Im September 2017 gratulierte Premierminister Timothy Harris den Kirchen zu der guten Zusammenarbeit mit den Behörden im Nachgang an den Hurrikan. [3] Gemeinsam mit dem Ministerium für kirchliche Angelegenheiten rief der Klerus in einer Radiosendung zum Gebet auf. Der Premierminister sagte, dass dies eine notwendige Initiative sei und beglückwünschte die Religionsgemeinschaft zu ihrer Rolle.

Perspektiven für die Religionsfreiheit

Für den Berichtszeitraum liegen keine Berichte über Intoleranz oder offene Verfolgung aufgrund einer Religion vor. Somit hat sich im Vergleich zu früheren Berichtszeiträumen nichts geändert. Auch die Aussichten für die Zukunft sind positiv.

„Das Verhältnis zwischen Kirchen und Staat hat sich durch die enge Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Folgen des Hurrikans Irma verbessert. Im September 2017 gratulierte Premierminister Timothy Harris den Kirchen zu der guten Zusammenarbeit mit den Behörden im Nachgang an den Hurrikan.“

Endnoten / Quellen

[1] Alle zitierten Artikel stammen aus Saint Kitts and Nevis’s Constitution of 1983, constituteproject.org, https://www.constituteproject.org/constitution/St_Kitts_and_Nevis_1983.pdf?lang=en (Zugriff am 22. März 2018).

[2] National Profiles Saint Kitts and Nevis, The Association of Religion Data Archives (ARDA),
http://www.thearda.com/internationalData/countries/Country_189_6.asp (Zugriff am 10. März 2018).

[3] „PM Harris commends church for its demonstrated leadership, prayers in ‘our time of need‘“, St. Kitts & Nevis Observer, 21.
September 2017, http://www.thestkittsnevisobserver.com/local-news/pm-harris-commends-church-for-its-demonstrated-
leadership-prayers-in-our-time-of-need/ (Zugriff am 4. März 2018).

Über uns

KIRCHE IN NOT (ACN) ist ein internationales katholisches Hilfswerk, das direkt dem Heiligen Stuhl untersteht. Es wurde 1947 gegründet. Es unterstützt pro Jahr über 6000 pastorale Projekte in über 140 Ländern pro Jahr. Durch die drei Säulen – Information, Gebet, Handeln – hilft KIRCHE IN NOT Christen, wo sie verfolgt, unterdrückt werden oder in Not sind.